close
Öffnungszeiten: Mo. - Do. 08:00 bis 17:00 Uhr | Fr. 08:00 bis 14:00
Westdeutsches Prostatazentrum Logo
close
Dr. Neubauer im Patientengespräch

Prostatakarzinom

Prostatakrebs

Prostatakrebs wird in Deutschland jährlich bei ca. 58.000 Männern neu erkannt. Bei gezielten Vorsorgeuntersuchungen können in über 90% der Fälle Frühstadien der Erkrankung entdeckt und geheilt werden. Leider nehmen bislang nur etwa 17% der Männer an der Vorsorge teil.

Was ist das?

Die häufigste Krebsart beim Mann

Das Prostatakarzinom ist ein bösartiger Tumor der Vorsteherdrüse (Prostata) und die häufigste Krebserkrankung beim Mann. Im Jahr 2020 wurde bei mehr als 63.000 Männern in Deutschland ein Prostatakarzinom neu diagnostiziert. Auch wenn die Ursachen für die Entstehung und den Verlauf weitgehend unbekannt sind, gibt es bestimmte Faktoren, die das Risiko nachweislich erhöhen. Dazu gehören vor allem ein fortgeschrittenes Lebensalter und eine familiäre Veranlagung. Ein Prostatakarzinom verursacht im Frühstadium selten Beschwerden und wird daher ohne regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen oft erst in späteren Stadien entdeckt. Mehr Informationen über die Entstehung, Ursachen und Symptome eines Prostatakarzinoms, finden Sie auch in unserem Video.

Vorsorge

Je früher, desto besser

Die Heilungschancen bei Prostatakrebs sind umso höher, je früher die Erkrankung erkannt wird. Durch gezielte Vorsorgeuntersuchungen können über 70 Prozent der Prostatakarzinome im Frühstadium entdeckt und durch eine geeignete Therapie geheilt werden. Einmal im Jahr sollte jeder Mann ab 45 Jahren eine Krebsfrüherkennungsuntersuchung beim Urologen durchführen lassen. Gab es in der Verwandtschaft bereits Betroffene mit Prostatakrebs, wird eine jährliche Vorsorge bereits ab dem 40. Lebensjahr empfohlen. Mehr Informationen zu Vorsorge und Früherkennung von Prostatakrebs, finden Sie auch in unserem Video.

Diagnostik

Prostatakrebs sicher diagnostizieren

Ergibt sich aus den Vorsorgeuntersuchungen der Verdacht auf Prostatakrebs, ist zur Absicherung in der Regel eine Gewebeentnahme (Prostatabiopsie) erforderlich. Eine präzise Bestimmung von Größe, Ausbreitung und Bösartigkeit des Prostata-Tumors ist entscheidend für eine optimale Therapieplanung. Das Westdeutsche Prostatazentrum in der KLINIK am RING führt die Probenentnahme mit der modernen und sehr präzisen Technik der MRT-gestützten Prostatabiopsie (Fusionsbiopsie) durch. Areale, die in einer Kernspintomografie (MRT) als „tumorverdächtig“ identifiziert wurden, werden in der sich anschließenden Gewebeentnahme punktgenau biopsiert. Die Biopsie führen wir im Westdeutschen Prostatazentrum in der Regel perineal durch den Damm des Patienten (perineale Biopsie) durch, können aber im Einzelfall auch transrektal durch den Enddarm (transrektale Biopsie) Proben entnehmen.

Therapie

Therapiemöglichkeiten des Prostatakarzinoms

Für die meisten Männer und ihre Angehörigen ist die Diagnose Prostatakrebs zunächst einmal ein großer Schock. Viele Fragen stürmen jetzt auf den Betroffenen ein: Wie hoch ist die Chance wieder gesund zu werden? Welche Behandlungsmethode ist die richtige für mich? Werde ich jetzt inkontinent? Habe ich Einbußen in meiner Sexualität zu befürchten? Wichtig ist es in dieser „Ausnahmesituation“ Ruhe zu bewahren und sich umfassend zu informieren. Die Diagnose Prostatakrebs bedeutet heute längst kein Todesurteil mehr.

Wird die Erkrankung mittels PSA-Test, Ultraschall und Abtasten rechtzeitig entdeckt, ist sie in den allermeisten Fällen heilbar. Gleichzeitig haben sich die Therapiemöglichkeiten des Prostatakarzinoms in den letzten Jahrzenten rasant weiterentwickelt, so dass heute eine Vielzahl gut erprobter und effektiver Therapieverfahren zur Verfügung stehen. Durch minimal-invasive und schonende Behandlungstechniken wie der Brachytherapie können nicht nur hervorragende und überlegene Heilungsraten, sondern gleichzeitig auch der Erhalt einer hohen Lebensqualität erreicht werden.

FAQ's

add
Leiden ausschließlich ältere Männer an Prostatakrebs?
add
Deuten ständiger Harndrang und ein schwacher Harnstrahl auf Prostatakrebs hin?
add
Mein Vater ist an Prostatakrebs gestorben. Werde ich als Sohn ebenfalls erkranken?
add
Wie häufig sollte man zur urologischen Vorsorge gehen?
add
Wie wichtig ist der PSA-Test zur Früherkennung von Prostatakrebs?
add
Bedeutet ein PSA-Wert über vier automatisch Prostatakrebs?
add
Kann mit Hilfe bildgebender Verfahren Prostatakrebs diagnostiziert werden?
add
Welche Bedeutung hat die Einteilung des Tumors in T,N und M?
add
Was bedeutet der Gleason-Score?
add
Negative Biopsie, weiterhin erhöhter PSA-Wert – Wie geht es weiter?
add
Welches ist die beste Therapie bei einem lokal begrenzten Tumor der Prostata?
add
Ist der Tumor nach der Operation weg?
add
Welche Behandlung bietet bei einem fortgeschrittenen Prostatakrebs die besten Heilungschancen?
add
Was bedeutet Active Surveillance?
add
Stimmt es, dass Männer über 75 Jahren nicht mehr behandelt werden sollten?
add
Wie wird Prostatakrebs behandelt, der bereits gestreut hat?

Zehn Irrtümer über die Prostatakrebs Behandlung

Operation, Bestrahlung oder nur abwarten? Bei kaum einer Krebsart gibt es so viele Missverständnisse, Vorurteile und Fehlinformationen wie bei der Therapie des Prostatakarzinoms. Mit den „10 Irrtümern über die Behandlung von Prostatakrebs“ möchte das Westdeutsche Prostatazentrum Wissensdefizite ausräumen und zu einer besseren Aufklärung der Männer beitragen.